Voice User Interfaces (VUI)
Voice UX: Die Sprache der Nutzenden verstehen und gestalten
Digitale Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Co sind in vielen Haushalten zu praktischen Alltagshelfern geworden. Sie sagen Bescheid, wenn das Essen fertig ist oder spielen die Lieblingsmusik ab. Doch wie bei jeder sprachlichen Interaktion kann es auch hier zu Missverständnissen kommen. Umso wichtiger ist es, die Perspektive der Nutzenden bei der Konzeption sprachbasierter Interfaces einzubeziehen und durch Usability-Tests eine gute User Experience sicherzustellen.
Was macht Voice Interfaces besonders?
Mehr als die Hälfte der Personen in Deutschland nutzt bereits Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant. Im Zusammenspiel mit KI ergeben sich weitere – auch komplexe – Anwendungsmöglichkeiten. Doch sprachbasierte Systeme unterscheiden sich in ihren Interaktionsformen stark von visuellen Benutzeroberflächen. Statt Klicks, Swipes & Co. steht die Stimme der Nutzenden im Mittelpunkt.
Die Anforderungen an solche Systeme unterscheiden sich daher deutlich von klassischen Interfaces. Die Komplexität menschlicher Sprache abzubilden sowie ein passendes mentales Modell für die Interaktion zu entwickeln, sind zentrale Herausforderungen. Diese Faktoren müssen beim User Research, der Konzeption und dem Testing sprachbasierter Anwendung berücksichtigt werden, um eine überzeugende User Experience zu schaffen.
Wie gehen wir beim nutzerzentrierten Voice Design vor?
Anforderungen verstehen (User Research)
Um ein Voice Interface zu gestalten, das die Anforderungen der User bestmöglich erfüllt, gilt es im ersten Schritt zu verstehen, welche Merkmale die zukünftigen Nutzenden auszeichnen und welche Probleme aktuell bestehen. Außerdem analysieren wir, in welchen Situationen das Voice Interface sinnvoll eingesetzt werden kann.
Gemeinsam mit Ihrem Team prüfen wir, was Sie bereits über Ihre Kundinnen und Kunden wissen und in welchen Bereichen weitere Einblicke erforderlich sind – z. B. durch Beobachtungen & Kontextuelle Interviews oder Tagebuchstudien.
Konzeption und Prototyping
Auf Basis der Research-Ergebnisse entwickeln wir konkrete Dialoge, die typische Nutzungsszenarien des Voice Interface abbilden. Dabei berücksichtigen wir, mit welchen Äußerungen das System aktiviert werden soll (Utterances) und welche relevanten Variablen (Slots) bzw. Abhängigkeiten in der Konversation eine Rolle spielen.
Ein Beispiel: Bei der Buchung eines Car-Sharing-Autos könnten Variablen wie Startzeitpunkt, Endzeitpunkt, Fahrzeugtyp oder der gewünschte Standort entscheidend sein.
Bei der Gestaltung der Dialoge achten wir darauf, eine Tonalität zu wählen, die zur Markenidentität Ihres Unternehmens passt. Gemeinsam mit Ihrem Team definieren wir, welche Persona das Voice Interface repräsentieren soll – etwa, ob es eine eher formelle oder informelle Ausdrucksweise nutzt.
In einem Prototyp werden Sprachbefehle mit den entsprechenden Systemantworten verknüpft. Auch komplexe Abläufe und Verzweigungen lassen sich bereits abbilden. Auf diese Weise werden zentrale Interaktionen früh erlebbar und können getestet werden.
Für die Entwicklung nutzen wir verschiedene Designtools. Der Prototyp kann entweder am Computer geöffnet und direkt „angesprochen“ oder mit gängigen Sprachassistenten wie Alexa getestet werden. Darüber hinaus ist auch eine Verknüpfung mit visuellen Interfaces möglich, um multimodale Nutzungsszenarien zu erproben.
Testen mit Nutzenden
Wie bei visuellen Benutzeroberflächen lassen sich auch sprachbasierte User Interfaces am besten in Usability-Tests mit Personen aus der Zielgruppe evaluieren.
In einem solchen Test überprüfen wir, ob die Anwendung auf die vorgesehenen Stichworte (Utterances) reagiert und dem mentalen Modell der User folgt. In Voice-Usability-Tests hören unsere Expertinnen und Experten Teilnehmenden aus Ihrer Zielgruppe beim Bearbeiten typischer Aufgaben zu und identifizieren Stellen, an denen Usability-Probleme auftreten.
Schon frühe Stadien der Konzeption – etwa ein Dialogdiagramm – können getestet und bewertet werden. Möglich sind außerdem sogenannte Wizard-of-Oz-Tests, bei denen die geplanten Antworten des Systems von einer realen Person simuliert werden.
Können Voice User Interfaces auch remote getestet werden?
Ja – genauso wie klassische Usability-Tests können auch sprachbasierte Anwendungen remote getestet werden. Weder Sie noch die Testpersonen müssen dabei vor Ort sein.
Im Remote-Usability-Test verbinden wir uns mit den Teilnehmenden per Telefon oder über ein Videokonferenz-Tool. Durch den Einsatz hochwertiger Audio-Hardware stellen wir sicher, dass die Sprachübertragung ohne Qualitätsverluste erfolgt. Zusätzlich können bei Bedarf auch visuelle Inhalte oder Benutzeroberflächen auf Desktop, Smartphone oder Tablet eingebunden werden.
Über unseren geschützten Live-Stream können Sie und Ihr Team den Usability-Test bequem von überall aus mitverfolgen.
Was erhalten Sie als Ergebnis?
Am Ende des Prozesses erhalten Sie ein durchdachtes Konzept für ein Voice Interface, das die zentralen Use Cases Ihrer Nutzenden in Form von Dialogdiagrammen abbildet.
Diese Diagramme vereinen die Erkenntnisse aus allen Phasen des User-Centered Design: die identifizierten Nutzungsszenarien aus der Nutzerforschung, die entwickelten Dialoge aus der Konzeption sowie die integrierten Optimierungen, die wir aus dem User Feedback im Usability-Test abgeleitet haben.
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