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UX-Wissen von usability.de: Usability-Glossar

Retrospective Think Aloud

Retrospective Think Aloud (RTA) ist eine Forschungsmethode, die im Usability-Test angewendet wird. Während eine Testperson beim Concurrent Think Aloud zeitgleich mit dem Lösen der gestellten Testaufgaben ihre Gedanken verbalisiert, wird das Laute Denken beim Retrospective Think Aloud erst nach Bearbeitung des Testszenarios aufgezeichnet.

Als Erinnerungshilfe wird zum Beispiel die Videoaufzeichnung des Testszenarios abgespielt. Bei Einsatz von Eye Tracking kann zusätzlich eine Visualisierung der Blickpunktdaten gezeigt werden. Während das Video läuft, beschreibt und kommentiert der Testteilnehmer sein Vorgehen und seine Gedanken bei der Aufgabenbearbeitung.

Durch den Einsatz von Retrospective Think Aloud wird der Testteilnehmer weniger stark von der Aufgabe abgelenkt und es besteht kein Einfluss auf die Zeit, die zur Aufgabenlösung benötigt wurde. So werden Zeitmessungen möglich. Gleichzeitig leidet das Feedback aber unter der zeitlichen Differenz zwischen dem Erleben eines Problems und der nachgelagerten Aufzeichnung des Protokolls des lauten Denkens. Zudem dauert die Testdurchführung wesentlich länger als beim Concurrent Think Aloud.

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