30.11.09

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Konferenz meets Bar Camp in Hannover


logo cch09Am 26. November 2009 fand in Hannover das zweite Convention Camp statt. Nachdem zur Premiere im letzten Jahr rund 300 Interessierte über die Zukunft des Internets verhandelten, peilten die Veranstalter für die diesjährige „(Un-)konferenz“ 1000 Teilnehmer an und boten ein vielseitiges Programm mit Keynotes, freien Sessions und thematischem Speeddating.



Das Convention Camp versteht sich selbst als Crossover aus Fachkongress und Un-Konferenz, als offenes Forum für E-Business- und E-Commerce-Verantwortliche aus Unternehmen, Internetanbieter, Medienschaffende, Vertreter der Web-2.0-Szene, Teilnehmer aus Wissenschaft und Forschung sowie dem Nachwuchs aus allen Bereichen. Entsprechend bunt war die Mischung der Teilnehmer und die Vielfalt der Themen.

Spannender Ansatz: Bei der Opening Session konnten die Teilnehmer Themen vorschlagen, zu denen sie eine eigene Session abhalten wollten. Per Abstimmung bekamen so die 18 (!) beliebtesten Themen offene Sessions, die parallel zu den fünf Keynotes stattfanden. Im Fokus standen E-Commerce, Social Media und Online Marketing, technisch wurde es dagegen mit Themen wie Cloud Computing. Zusätzlich fanden thematische Speeddatings statt, bei denen man jeweils für ein paar Minuten mit verschiedenen anderen Teilnehmern zu einem vorgegebenen Thema sprechen konnte.

So ergab sich regelmäßig die Frage, welches der jeweils sechs gleichzeitig stattfindenden Events wohl am interessantesten ist. Denn mit Web-2.0-Evangelist Stowe Boyd („The post-everything Future“), Berater Jochen Krisch („Wird Magento neuer Standard?“), Blogger Thomas Knüwer („Your Medium is dying“), Markus Beckedahl von netzpolitik.org („Geschäftsmodelle mit Offenheit“) und Dirk Rockendorf von Continental („Die Frage für Unternehmen ist nicht, OB sie Social Media nutzen sollen, sondern WIE“) standen hochkarätige Keynotes an.

Gleichzeitig versprachen die Sessions zu Themen wie Werbung im Internet, SEO, kollektive Intelligenz, Datenschutz im Internet und Social Media spannenden Gedankenaustausch, das machte die Entscheidung nicht immer leicht. Hatte man sich einmal entschieden, blieb man dank Twitter auch über die anderen Vorträge und Diskussionen bestens auf dem Laufenden – zeitweise hatte man sogar das Gefühl, das Convention Camp fand eher bei Twitter als im Convention Center auf dem Messegelände in Hannover statt. So erreichte #cch09 denn auch im Laufe des Tages Top-Positionen im Twitter-Themenranking.

Fazit: Das Convention Camp war eine gelungene Veranstaltung, die durch die Themenvielfalt jedem Besucher ein sehr individuelles Erlebnis beschert hat. Die 1000 Teilnehmer haben die Veranstalter w3design, t3n und die Uni Hannover mit 973 Anmeldungen zwar knapp verfehlt, aber die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres immerhin verdreifacht. Man darf also gespannt sein, welches Ziel sich die Organisatoren für das nächste Jahr setzen.